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Unterwegs im Outback [2] – Kata Tjuta & Kings Creek Station

Unterwegs im Outback [2] – Kata Tjuta & Kings Creek Station

30. August 2013

Früh aufstehen ist normalerweise nichts so mein Ding, aber Josh von Wayoutback Desert Tours weckt uns in aller Früh um 5 Uhr morgens. Ich frage mich, wie dieser Bursche ohne Wecker genau richtig wach geworden ist. Die Nacht im Swag war doch etwas kalt, für die nächste Nacht nehme ich mir vor, den Schlafsack auch als solchen zu benutzen und nicht nur einfach als Decke.

Der Grund so früh aufzustehen ist relativ simpel: Wir möchten vor den üblichen Touristen losziehen und wollen nicht in die Mittagshitze wie gestern um den Uluṟu laufen, denn wir haben heute eine Wanderung durch das Massiv von Kata-Tjuṯa (auch Olgas genannt) vor der Brust. Es gibt also ein kurzes Frühstück, Toast und Kaffee, dann müssen wir schleunigst unsere Sachen zusammenpacken, Josh drängt schon, dass wir spät dran sind. Unser Allrad Bus verlässt das Camp mit dem Sonnenaufgang und wir fahren auf dem Lasseter Highway in Richtung Kata-Tjuṯa.

Australien-Outback-Uluru-Wayoutback-Tour

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Was wie ein gemütlicher Spaziergang losgeht, wird zunehmend steiler, mein Rucksack zunehmend schwerer und die Temperaturen zunehmen wärmer. Eine Wanderung durch die Felsformation von Kata-Tjuṯa lohnt sich allerdings. Kata-Tjuṯa ist ein einzelner Gebirgszug, aber er besteht aus dem gleichen Gesteinsmaterial wie der Uluṟu. Kein Wunder, sie sind ja auch miteinander unterirdisch verbunden – lange Zeit dachte man, dass der Uluṟu (oder Ayers Rock) ein einzelner Felsenberg war, dem ist nicht so. Die bizarren Felsformationen sind wunderschön und es macht Spaß hier zu wandern. Aus der Nähe betrachtet finde ich Kata-Tjuṯa mittlerweile bedeutend schöner als den Uluṟu, der, wie ich finde, vor allem aus der Ferne was her macht. Während der Wanderung machen wir ausreichend Pausen, andere Wanderer sehen wir hier weit und breit nicht. Es ist aber mittlerweile unerträglich heiß geworden, so dass wir uns auch beeilen müssen, wieder zu unserem Bus zu kommen, ab 11 Uhr werden die Wanderwege hier wegen der Hitze gesperrt. Mir kommt es vor, als ob wir bereits Tage im Outback unterwegs sind und mir hängt jetzt schon das Leitungswasser zum Hals raus. Ich frage mich, wie die Aborigines es hier nur aushalten.

Australien-Outback-Uluru-Wayoutback-Tour

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Wir machen Mittagspause am Uluṟu-Kata-Tjuṯa-Nationalpark Info Center. Unter einem überdachten BBQ Platz gibt es frisch belegte Sandwiches geradewegs aus dem Kühlraum unseres Tourbus. Neben der Verpflegung bleibt Zeit für Souvenirs der Aborigines – handmade und authentisch.

Zur Abwechslung werden wir jetzt ein paar Stunden mit dem Bus unterwegs sein. Das nächste Ziel wird die Kings Creek Station sein. Josh steckt seinen iPod an das Autoradio, auf seiner Playlist befinden sich AC/DC und Guns N‘ Roses, aber auch Bob Seger, wie mir meine iPhone App Shazam verrät. Die Klimaanlage läuft auf Hochtouren und der ein oder andere macht ein Nickerchen. Ich schaue aus dem Fenster und obwohl es irgendwie alles gleich aussieht, fasziniert mich die weite Landschaft und der rote Sand.

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Irgendwann halten wir an. Haben wir uns verfahren? Josh fuhr jetzt bestimmt 2 Stunden am Stück und der Uluṟu ist immer noch in Sichtweite. Naja, so ganz stimmt das nicht, aber zumindest hat der Mt. Connor eine gewisse Ähnlichkeit mit dem Uluṟu. Nach einer kurzen Fotopause geht’s weiter und nach kurzer Fahrt biegt Josh rechts rein und wir halten nach ein paar hundert Metern wieder an. Feuerholz suchen und sammeln. Gebündelt wird das alles auf dem Dach vom Bus und irgendwie habe ich so meine Zweifel, dass das ganze trockene Zeug da oben wirklich sicher festgezogen ist. Es ist nachmittag als wir an der Kings Creek Station ankommen und es ist noch jede Menge Feuerholz auf dem Dach, also kann er nicht soviel falsch gemacht haben.

Australien-Outback-Uluru-Wayoutback-Tour

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Die Kings Creek Station ist kurzzeitig wie ein Paradies für uns. Hier gibt es einen öffentlichen Pool, eine kleine Tankstelle, Souvenirshop und eine Snackbar. Also nichts wie raus aus den Klamotten und erstmal zur Erfrischung in den Pool – herrlich. In der Snackbar stehen Süßigkeiten auf dem Speiseplan – ich kaufe Gummibärchen, Schokolade und Cola. So langsam kann ich nachvollziehen, warum die Dschungelcampbewohner von RTL immer so auf Schokolade abfahren. Ich erwähnte ja schon, dass hier die Zeit trotz Kurzweiligkeit stehenbleibt, aber wie lange ist es schon her, dass ich mich so auf zuckerhaltige Nahrungsmittel gefreut habe. Naja ok, die letzte Cola von gestern am Sydney Airport nicht mitgerechnet 😉

Wir bleiben ein paar Stunden bis wir zu unserem entlegenen Schlafplatz fahren. Mitten in der Einöde haben wir wieder eine überdachte Wellblechhütte mit fließendem Wasser und einem Herd. Sogar eine eigene Toilette und eine Dusche haben wir, die stehen ca. 50 Meter mitten im Busch entfernt, ohne Tür, komplett offen. Die Dusche benutzt aber keiner, da jeder an der Kings Creek Station nach der Runde im Pool ausgiebig geduscht hat. Um das Lagerfeuer sind Zelte kreisförmig angeordnet, aber wir werden wieder in unseren Swags schlafen, denn unter freiem Himmel ist es sowieso viel schöner. Dass ich im Dunkeln auf dem Weg zur Toilette mit der Taschenlampe handtellergroße Spinnen ca. 10 Meter vom Lager entfernt gesehen habe, erzähle ich den Mädels erst am nächsten Morgen 🙂

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