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Bora Bora – die Perle der Südsee

Bora Bora – die Perle der Südsee

20. Februar 2015

Hört man von Bora Bora, dann denkt man unweigerlich an tropische und paradiesische Strände, Lagunen, die alle Spektren der Farbe Türkis abbilden und eine Unterwasserwelt, die bunter nicht sein könnte.

Auch wenn vielen Bora Bora als Begriff geläufig ist, so habe ich dennoch die Erfahrung gemacht, dass einige nicht wissen, was Bora Bora eigentlich ist, wo es liegt, zu welchem Land es gehört, ja sogar mit der Südsee haben einige Probleme und verwechseln das auch gerne mal mit der Karibik.

Warum ist das eigentlich so? Ich versuche mich mal mit einer eigenen Erklärung:

Die Südsee ist groß und weit weg, sehr weit weg. Für viele unerreichbar – im Gegensatz zur Karibik, die nonstop mit Charterflügen ab Deutschland erreichbar ist und auch sonst einen prominenten Platz in den ausgehangenen Angeboten vieler Reisebüros hat. Die Südsee liegt inmitten des riesengroßen, polynesischen Dreiecks, welches sich von Hawaii über die Osterinsel bis nach Neuseeland erstreckt. Mittendrin liegt Französisch-Polyniesien mit ihrer Hauptinsel Tahiti und auch Bora Bora. Jetzt erahnt man schon, dass es nicht mal so einfach und preiswert ist, dorthin zu gelangen. Auf direktem Wege, also ohne Umsteigen schon mal gar nicht. Gerade mal fünf Airlines fliegen Französisch-Polynesien an, darunter die landeseigene Air Tahiti Nui, Air France, Hawaiian Airlines, LAN und Air New Zealand. Und die Abflugsorte kann man auch an einer Hand abzählen: Honolulu, Los Angeles, Santiago de Chile, Auckland und Tokio. Meistens gibt es nicht mal Konkurrenz auf den Reisestrecken, also haben die Airlines auch ein gewisses Preismonopol. Es ist also buchstäblich eine Reise an das andere Ende der Welt, nahe der Datumsgrenze, welches die Reisekasse bis an die Schmerzgrenze bringt, in vielen Fällen aber darüber hinaus. Das ist der Grund warum man sich dann doch nicht mehr so viele Gedanken um die Südsee macht und sich dann lieber an Fernsehreportagen und Dokumentationen erfreut und gleichzeitig auch viele bekannte Inseln und Staaten miteinander vermischt: die Cook-Inseln, Bora Bora, Fiji, Samoa, Tonga, Tahiti, die Osterinsel, Polynesien oder Kiribati – alles in der Südsee.

Genug abgeschweift – zurück zu Bora Bora.

 

Flug

Bora Bora gehört zu den sogenannten Gesellschaftsinseln und ist von Tahiti ca. 1 Flugstunde entfernt. Der Anflug (meistens von Tahiti kommend) auf Bora Bora ist schon ein wahrer Augenschmaus, vorrausgesetzt man landet noch bei Tagesslicht. Da die Inlandsairline Air Tahiti keine Sitzplatzreservierungen vergibt, lohnt es sich, beim Boarding an vorderster Stelle vertreten zu sein, um einen guten Platz zu erwischen. Freie Sicht ohne störende Flugzeugflügel ist hier die Devise. Die Frage aller Fragen ist aber: Rechts oder links sitzen? Ich hatte vorher recherchiert und so setzten wir uns guten Gewissens auf die linke Seite in Fahrt- bzw. Flugrichtung. Der Bora Bora Airport liegt nämlich hinter der Hauptinsel auf einem separaten Motu und somit wird Bora Bora erstmal an der nördlichen Seite angeflogen, bevor kurz vor der Landung in einer Schleife über dem Pazifik gedreht wird. Tipps für Anflüge aus Rangiroa, Raiatea oder Maupiti sind gerne willkommen.

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Inmitten des immergrünen Atolls erhebt sich der Kraterrest eines Vulkans, rundherum gesäumt von unzähligen Motus (Landflächen), die eine wahnsinnig tolle Lagune umgeben. Ein atemberaubender Anblick! Alle drückten sich die Nase an den Fenstern platt. Leider war es kurz vor Sonnenuntergang teilweise bewölkt, doch das trübte die Freude darüber nicht.

Hotel

Diese unglaublich schöne Aussicht ist auch der Grund dafür, warum ich jeden Bora Bora Besucher die folgenden Zeilen ans Herz lege, auch wenn dies sicherlich für den ein oder anderen kontrovers zu diskutieren ist: Bora Bora ist für die meisten Besucher (mich eingeschlossen) ein Once In A Lifetime-Urlaub. Zu schade wäre es, wenn dieser Eindruck getrübt wird durch die Wahl der falschen Unterkunft. Meiner Meinung nach macht es auf Bora Bora nur Sinn, wenn man sich in einem Hotel auf den umliegenden Motus einquartiert. Leider – und das gehört nunmal auch zu meinen obigen Ausführungen der Unerreichbarkeit – gehören diese Hotels ausschließlich zur Luxus-Kategorie mit 5 Sternen und sind alles andere als günstig. Die Unterkünfte im Four Seasons Resort, St. Regis Resort, Le Meridian, Intercontinental Bora Bora Resort & Thalasso Spa, Sofitel Motu Bora Bora, Bora Bora Lagoon Resort & Spa und dem Pearl Beach Resort bieten alle den unvergleichbaren Ausblick auf die Hauptinsel und dem Gipfel des einstigen Vulkans – Mont Otemanu. Weiterhin gibt es in allen Hotels die Overwater Bungalows, die man auch von den Malediven kennt und erst Recht den Charme dieses Atolls in der Südsee verstärken. Kostenlose Shuttleboote zur Hauptinsel bieten eigentlich alle Hotels an. Zusätzlich gibt es noch das Hilton Bora Bora Nui Resort & Spa, welches sich ebenfalls auf einem Motu weiter südlich befindet, aber eine andere Blickrichtung bietet, nämlich auf das Korallenriff und der Unendlichkeit des pazifischen Ozeans entgegen.

Wir gönnten uns das Bora Bora Pearl Beach Resort mit einem Deluxe Overwater Bungalow und können dies uneingeschränkt empfehlen. In den eigenen Flitterwochen kann man das schon mal machen 🙂

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Einige Hotels bieten Honeymoon Packages an, wir hatten dies in Kooperation mit dem Schwesterhotel Pearl Beach Resort auf Moorea, so dass wir einige Euros sparen konnten. Zusätzlich gibt es eine schwarze Perle (die eigentlich keine schwarze ist) je Hotelaufenthalt und eine Flasche Wein.

Auf der Hauptinsel gibt es auch eine Handvoll Hotels, darunter sogar noch ein Intercontinental und ein Sofitel, allerdings sind diese wirklich nicht mit denen auf den Motus vergleichbar. Wir haben einige Besucher kennengelernt, die während ihres Aufenthaltes in Frz.-Polynesien nur des Besuches wegen nach Bora Bora geflogen sind, um in der Heimat sagen zu können, dass sie dort waren. Allerdings waren sie auch enttäuscht vom Aufenthalt, da sie Abstriche bei der Unterkunft gemacht hatten und ausschließlich auf der Hauptinsel verweilten.

Aber genau das ist es, was Bora Bora ausmacht. Die Motus mit ihren feinen Sandstränden, die türkisschimmernde Lagune und der einmalige Ausblick auf die Hauptinsel. All das hat man nicht, wenn man auf eben dieser Hauptinsel untergebracht ist. Im Hauptort Vaitape auf der Insel gibt es ungefähr zwei kleine Supermärkte, 5 – 6 Touristenshops und dreimal soviele Perlenläden. Nichts, wo man unbedingt hin muss. Naja, in die Perlenläden kann man schonmal einen Blick werfen und auch etwas kaufen, obwohl wir gehört haben, dass die Preise hier deutlich teurer sind, als auf den anderen Inseln. Ist man aber einmal mit weiblicher Begleitung unterwegs, hat man gar keine andere Wahl 🙂

 

To Do’s

Es ist jetzt nicht so, dass die Hauptinsel nichts zu bieten hat. Geführte Jeep-Safaris oder Wanderungen in das Innere des grünen Tropenatolls bringen einen näher an die Geschichte des Aufschwungs von Bora Bora, als die Amerikaner im zweiten Weltkrieg die Insel zu einer Ausgangsbasis im Krieg gegen das japanische Kaiserreich ausbauten und damit für die nötige Infrastruktur sorgten. Sie waren u. a. dafür verantwortlich, dass mit der Landebahn in Bora Bora der erste Flughafen in Frz.-Polynesien gebaut wurde. Einige Flugabwehrkanonen stehen auch heute noch und sind während dieser Safari zu besichtigen. Auch die Tempelüberreste alter Maraes mit ihren Zeremonialplattformen sind teilweise noch zu bestaunen. Einen Besuch der Perlenzuchtfarm sollte man vielleicht auf einer anderen Insel durchführen. Uns hat dieser Besuch, zumindest im Rahmen einer Jeep-Safari nicht gefallen, das war dann eher als Touristennepp einzustufen. Ein sicherlich unfairer Vergleich von mir, aber die privat geführte Besichtigung einer Perlenzuchtfarm auf Fakarava im Tuamotu-Archipel von einem vor 30 Jahren ausgewanderten Deutschen war deutlich interessanter und aufschlussreicher. Seine Perlenpreise sind auch viel günstiger 😉

Immer einen Besuch wert, aber an dem Tag, als wir auf der Hauptinsel waren, war leider Ruhetag (Sonntag) ist das berühmte Bloody Marys. Eine charismatische Cocktailbar im Stil der Südsee mit gutem Essen und mit viel Glück trifft man auch schon mal auf Prominenz.

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Die meisten Freizeitaktivitäten spielen sich in der großartigen Lagune von Bora Bora ab. Entweder mit dem Glasbodenboot auf Erkundungstour gehen oder eine geführte zweistündige Jet-Ski Inselumrundung mit Sightseeing Stops. Schnorcheln und Tauchen geht eigentlich immer, vorrausgesetzt man hat gutes Wetter. Das Wasser in der Lagune ist klar und als wir zum Schnorcheln unterwegs waren, hatten wir teilweise eine Sicht von gut 30 – 50 Metern. Da gibt es dann natürlich im Korallenriff mit seiner Artenvielfalt allerlei zu sehen und zu entdecken. Die meisten Guides kennen die besten Tauch- und Schnorchelreviere, so kommt man dann evtl. auch in den Genuss einmal eine ca. 2 m lange Muräne aus seinem Versteck zu locken und zu streicheln – das ist dann schon etwas abgefahren.

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Weitaus aufregender ist es dann schon, wenn es an den äußeren, südlichen Rand des Korallenriffs geht. Stingrays, also Stachel- bzw. Stechrochen tummeln sich hier in brusthohem Wasser und warten gemeinsam mit einer Horde Riffhaie, die anderthalb bis zwei Meter lang sind, auf Touristen. „Die wollen nur spielen“ meint Shark Boy, unser gutgelaunter Guide! Also ab ins Wasser. Ja, ne ist klar. Zu den Haien! Na gut denke ich mir, die werden ja hier keine Touristen vernaschen und Frühstück war auch schon vorbei. Es dauerte keine drei Sekunden und schon gingen die ersten Rochen auf Tuchfühlung, so als ob einen ein kleiner Hund freudig erwartet und anspringt. Anhänglichkeit scheint eine große Stärke dieser Meeresbewohner zu sein. Die Haie halten sich bedeckt und kommen nie näher als zwei Meter – damit habe ich aber kein Problem.

Spätestens hier muss jeder für sich entscheiden und hinterfragen, ob man diese Art von Tourismus befürwortet oder nicht. Natürlich werden die Rochen und Haie hier mit Futter angelockt, dass sie aber ohne den Tourismus nicht lebensfähig wären, den Eindruck habe ich nicht. Bequem haben sie es aber schon. Zweifel sind also erlaubt und es ist in meinen Augen vollkommen legitim so etwas nicht gut zu heißen oder zu missßbilligen. Dann aber bitteschön im richtigen Leben genauso konsequent mit der Umwelt umgehen.

Das für mich noch größere Highlight spielte sich dann ein paar hundert Meter außerhalb der Lagune, also quasi im offenen Meer ab. Anker gesetzt bei 9 Metern Tauchtiefe, Wasser so klar, wie Glas, denn man konnte vom Boot aus bis auf den Grund schauen. „Shark Boy“ lockte nochmal mit etwas Futter Lemon Sharks an – Sichelflossen-Zitronenhaie. Alter Schwede, jetzt wurde mir doch etwas mulmig als die 3 Meter langen Haie auftauchten, gleich drei Stück kreisten unter dem Boot. Hier gehe ich mit Sicherheit nicht ins Wasser! Naja, zwei Minuten später fand ich mich mit Flossen, Schnorchel und Taucherbrille im Wasser des Pazifiks wieder. Unter mir drehten die Zitronenhaie fleißig und in Begleitung von Schiffshaltern (barschartige Fische) ihre Runden. In diesen Minuten war ich voller Ehrfurcht vor den Haien, auch wenn diese ziemlich wahrscheinlich keine Gefahr für uns darstellten, aber ein Restrisiko bleibt natürlich immer. Spätestens als einer der drei Haie einem Fisch bis zur Wasseroberfläche hinterherjagte und sich das ganze zwei Meter vor mir abspielte, dachte ich mir, dass es an der Zeit wäre, das Wasser zu verlassen.

Einige Motus sind in Privatbesitz bzw. nicht bebaut, so dass auch hier Ausflüge mit Barbecue oder ähnlichem angeboten werden. Auch Helikopterrundflüge oder Segeltörns werden angeboten, es gibt im Prinzip alles, was der Geldbeutel hergibt.

Bora Bora ist der wahrgewordene Luxustraum und hat mich nicht enttäuscht.

Sicherlich wie so vieles in der Südsee oder im südostasiatischen Raum deutlich touristischer als früher. Kritiker sagen mit Sicherheit auch, dass das Bora Bora vor 20 oder 30 Jahren viel besser und schöner war. Mag sein, dennoch hat die Insel eine unglaubliche Anziehungskraft und diese verliert sie so schnell nicht.

Wer Urlaub auf Bora Bora oder in Französisch-Polynesien buchen will, sollte vielleicht mal bei polynesia-tours.de vorbeischauen. Wir haben uns eine individuelle Reise dort zusammengestellt und waren sehr zufrieden.

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    5 Kommentare

  1. Vielen Dank für den schönen Bericht aus Bora Bora!
    Wir werden dieses Jahr im April nach Langkawi fliegen. Laut einigen Blogs, soll die Insel der Südsee sehr ähneln. Ich bin gespannt und werde auch darüber berichten! Da können wir ja dann anhand der Blogs vergleichen. 🙂

    Viele Grüße,
    Christian

    PS: Darf ich fragen, wieviel die Hotels kosten? Auf Langkawi geht es auch erst ab 150€/Nacht los, wenn man ans Meer möchte.

    • Der OW Deluxe Bungalow im Pearl Beach Resort hat ca. 450-500 EUR / Nacht gekostet. Die OW Bungalows der anderen Ketten (St. Regis, Four Seasons, IC Thallaso Spa etc. waren sogar noch teuer. Beim IC Thallasso lohnen sich günstige IHG Rewards Punkte, allerdings konnte man die damals nicht für die OW Bungalows einsetzen.

  2. Hallo,
    die „Jury“ hat entschieden, nominiert für den LIEBSTER award ist ….. dein Blog. 🙂
    Und nun? Wie es jetzt weitergeht findest du hier: http://www.miles-around.de/allgemein/liebster-award/

    Uns ist klar, dass diese Art der „Kettenbriefe“ nicht jedem gefallen. Aber diesen Award finden wir eine schöne Idee, welche die Reichweite deines Blogs erhöht. An dieser Stelle sei aber noch mal ausdrücklich gesagt: Die Welt dreht sich trotzdem weiter, auch wenn du nicht mitmachst, kein Schicksalsschlag wird dich ereilen oder Kröten vom Himmel fallen. 😀

    Liebe Grüße,
    Christin und Christian

  3. Sehr coole Fotos von Bora Bora! Sieht ganz gut aus das Ressort, wobei mir persönlich das wohl etwas zu teuer wäre… 🙂 Aber coole Fotos und sehr netter Bericht! Viele Grüße von

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