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12 Stunden in Kuala Lumpur

12 Stunden in Kuala Lumpur

12 Stunden Zeit in der Hauptstadt von Malaysia. Ein hoch gestecktes Ziel, denn mir war von vornherein klar, dass es schwierig ist ein konkretes Bild in dieser kurzen Zeit von dieser Stadt zu bekommen.

Als wir auf unserer Reise nach Australien einen 3-tägigen Stopover in Singapur hatten, kam es mir in denn Sinn, diesen Stopover mit einen Tagesausflug nach Kuala Lumpur zu kombinieren. Gesagt, getan – von Deutschland aus hatte ich vorab einen Hin- und Rückflug von Singapur nach Kuala Lumpur gebucht, hin ging es mit Air Asia, zurück mit Tiger Airways. Mit Ankunft und den abendlichen Abflug blieben uns 12 ½ Stunden in dieser Metropole.

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Ich bin grundsätzlich ein Freund davon, einen Urlaub / Ausflug gut zu planen und suche auch gerne eine Mischung aus touristischen Muss-man-unbedingt-gesehen-haben und sich treiben lassen. Bei Kuala Lumpur kam mir eigentlich nur die Petronas Towers in den Sinn, ansonsten war ich für Überraschungen offen.

Kommt man mit einem Low Cost Carrier in Kuala Lumpur an, ist man automatisch unter Zeitdruck, da man an einem speziellen Low Cost Carrier Terminal (LCCT) ankommt, welches nicht an den Rest des Flughafens (und damit an das International Terminal) angebunden ist. Also ging’s mit dem Bus für ein paar Ringgit zum International Terminal wo auch der KLIA Ekspres abfährt. Der moderne Zug (gratis Wi-Fi lässt grüßen) fährt in kurzer Zeit zum KL Sentral, dem Hauptbahnhof Kuala Lumpurs.

Wir sind also angekommen in KL. Kuala Lumpur ist eine Stadt, die noch häufig an die Kolonialzeit erinnert. Ich mag diesen Stil unheimlich gerne, allerdings habe ich das Gefühl, dass hier der Wandel zu einer modernen Stadt wie Singapur deutlich langsamer und nicht so in Einklang stattfindet. An jeder Ecke ist eine Baustelle, es ist eine unruhige Stadt und es erinnert mich an meinen ersten Schock, als ich in Bangkok ankam. Mit Bangkok wurde ich mit der Zeit aber warm und irgendwie liebe ich diese Stadt mittlerweile. Mit Kuala Lumpur klappte das nicht ganz so, es ist aber auch ein unfairer Vergleich, wie ich in meinem Eingangssatz bereits erwähnte. 12 Stunden reichen einfach nicht.

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Wir steuern als mit der Kelana Jaya Line das KLCC an, das Kuala Lumpur City Centre – eine riesengroßen Shopping Center an dessen die Petronas Towers angebaut sind und ein wunderschöner Stadtpark angrenzt. Ein cooles Bauwerk, diese Twin-Tower, die mit einer Skybridge miteinander verbunden sind und die auch für Besucher geöffnet ist. In der Regel sind die die Tickets hierfür sehr schnell ausverkauft. Ich war nicht oben, da ich vorab den Tipp bekommen hatte, dass es sich schlicht nicht lohne dort hochzufahren. Also ließen wir es bleiben, wir hatten schließlich noch einen Tipp mit besserer Aussicht in petto.

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Also schlenderten wir durch die lauten Straßen und genossen wieder einmal das echte südost-asiatische Feeling. Da Singapur bei weitem moderner und deutlich sauberer ist, ist in dem Stadtstaat im Allgemeinen das Flair bereits verloren gegangen – hier bietet Kuala Lumpur eine willkommene Abwechslung.

Wir haben Hunger also steuern wir einen einladendes, asiatisches Restaurant an. Warum ich den Fehler machte und ein Red Chicken Curry bestellte, markiert mit dem Schärfegrad von 3 Paprikas (von 5), weiß ich auch nicht mehr. Das Curry war unheimlich lecker, die Schärfe aber abartig, dazu die schwüle Hitze, da konnte mir die frische servierte Kokussnussmilch auch nicht mehr helfen. Ich brauchte eine halbe Stunde bis sich mein Kreislauf wieder gesammelt hatte ;-) und wir spazierten zum benachbarten Menara KL Tower, den höchsten Fernsehturm Malaysias. Er ist nicht nur ein ziemlich hoher Turm, er steht auch noch auf einem Hügel, was einen wirklich gelungenem Rundumblick garantiert. Nebenbei lernt man auch noch etwas im Schnelldurchlauf, da man dort oben auch Audioguides (auch auf Deutsch) mieten konnte.

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Wer nach einem Ausflug zum Menara KL Tower noch eine Erfischung benötigt, muss gar nicht weit laufen. Ziemlich genau gegenüber, am Ende der Straße vom Tower befindet sich die Roof-Top Bar Luna im Pacific Regency Hotel. Die Bar besticht durch eine tolle Aussicht auf die Petronas Towers und den Menara KL Tower, ist im Lounge Stil mit einem Pool eingerichtet und bietet natürlich leckere Cocktails. Ein guter Ort zum Entspannen!

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Da wir wieder vom LCCT abflogen, mussten wir etwas mehr Zeit einkalkulieren und machten uns langsam wieder auf den Weg zurück zum KL Sentral, um mit dem KLIA Ekspres zurückzufahren.

12 Stunden reichen definitiv nicht, um einen Einblick in diese Metropole zu bekommen. Aufgrund der günstigen Flugpreise von Air Asia ist es aber auch als Kurztrip denkbar, so wie wir das gemacht haben oder man nutzt KL als Stopover Möglichkeit auf den Weg nach Australien. Auch wenn Kuala Lumpur natürlich nicht so riesig ist, wie Bangkok oder Singapur so hat sie vor allem auch im Umland einiges zu bieten.

Seid Ihr länger in Kuala Lumpur so sind mit Sicherheit die Batu Caves, der Lake Garden oder auch China Town interessant.

Wie bereits erwähnt, bin ich mit Kuala Lumpur nicht so wirklich warm geworden, mir gefällt da eher das bunte Treiben in Bangkok viel besser. Man darf aber nicht vergessen, dass diese Stadt erst 150 Jahre alt ist und noch eine Menge aufzuholen hat.

Wart Ihr schon einmal in Kuala Lumpur und wie habt Ihr es erlebt?

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